„Die Kurfürsten“

"Kurfürstinnen"

Aktive "Kurfürstinnen" beim Sommerabend am Backes

Ein Geschichtsverein mit Jugendabteilung

Im Jahr 2013 schaffte der Elzer Geschichts- und Museumsverein durch die Gründung der Jugendabteilung "Die Kurfürsten" eine herausragende Leistung. Er ist der einzige Geschichtsverein Hessens, in dem 20 junge Mitglieder die Vereinsarbeit unterstützen.
Von den gemeinsamen Erlebnissen bei der Elzer Kirmes angespornt, kümmern sich die jungen Vereinsmitglieder besonders um die Brauchtumspflege. Bastian Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender, betont, dass es sich keineswegs um eine geschlossene Gruppe oder um einen Verein im Verein handele. Vielmehr habe die Freude an der gemeinsamen Arbeit rund um das Elzer Brauchtum dazu geführt, dass man gemeinsam im Verein arbeite. Ein ganz besonderes Ereignis sei in jedem Jahr der "Sommerabend am Elzer Backes", der mittlerweile zu einer echten Institution im Veranstaltungskalender der Gemeinde Elz geworden ist. Die Idee, rund um den Backes ein Sommerfest zu veranstalten hatten die „Kurfürsten“ im Jahr 2013. Seitdem organisieren die Kurfürsten dieses Fest jährlich und mit großer Freude. „Der Backesplatz im alten Ortskern direkt neben unserer Pfarrkirche ist auch dadurch für viele Elzer Bürger zu einem echten Lieblingsplatz geworden“, so Bastian Hoffmann. „Bei unseren Sommerabenden möchten wir gemeinsam mit Jung und Alt hier bei Flammkuchen aus dem Backesofen, einem Glas Wein und guter Musik feiern und diese besondere Atmosphäre genießen.

So begann es

Im Jahr 2013 besuchten "Die Kurfürsten“ zum Auftakt ihrer Vereinsarbeit gemeinsam mit dem Vorsitzenden Josef Schmitt das keltische Hügelgräberfeld im Elzer Wald. Diesem Ereignis widmete die Nassauische Neue Presse einen ausführlichen Artikel:

Junge Mitglieder des Elzer Geschichts- und Museumsvereins

"Die Kurfürsten", Jugendabteilung des Elzer Geschichtsvereins

 

Geschichtsvereine sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie großen Zulauf von Jugendlichen bekommen. In Elz ist das anders: Dort hat der Geschichts- und Museumsverein gerade eine Jugendabteilung gegründet. Damit erhält der Verein im Jahr seines 25-jährigen Bestehens Zuwachs von 20 neuen Mitgliedern.
Die Initiative zur Gründung einer Jugendabteilung geht auf den Stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Bastian Hoffmann, zurück. Die jungen Geschichtsinteressierten setzen sich nun unter dem Namen die „Kurfürsten“ für den Erhalt von Brauchtum und Geschichtsbewusstsein ein.

Kurfürsten?

Wie der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Josef Schmitt, erzählt, entstand der Name bei einer Weinprobe im Backes. Mit dieser Namensbezeichnung soll an die geschichtlichen Verbindungen von Elz zum Trierer Kurfürstentum erinnert werden.

Elzer Motive

Ihren ersten Einsatz hatten die jungen Mitglieder bei ihrer Aktion am Christkindlmarkt. Dort verkauften sie Postkarten mit historischen Gebäuden von Elz. Der Erlös soll zur Entstehung der Gedenkstätte der Dernbacher Schwestern auf dem alten Elzer Friedhof beitragen. Das Set mit fünf Elzer Motiven kostet fünf Euro. Der Erlös wird ausschließlich für dieses Vorhaben verwendet.
Auch nach der ersten Verkaufsaktion kann man die Karten jederzeit bei Bastian Hoffmann, Am Steinernen Kreuz 14 oder bei Josef Schmitt, Emsstraße 12, Telefon:  (0 64 31) 5 25 45, erwerben. Auf einer der Karten sieht man auch das alte St. Josefshaus, in dem die Dernbacher Schwestern wirkten. Ein Teil der älteren Generation erinnert sich bestimmt an die beliebte Krankenschwester Onesima.  Aber auch Schwester Ludwiga war einst bekannt. Sie besuchte die Kranken im Dorf - zunächst zu Fuß, später mit dem Fahrrad. 1968 wurde ihr zur Krankenpflege ein Auto zur Verfügung gestellt. Diese Schwester erhielt zu ihrer Verabschiedung im Jahr 1987 das Bundesverdienstkreuz, das der damalige Bezirksdekan Alois Staudt überreichte. Elz ehrte diese beiden Schwestern durch die Benennung zweier Straßen nach deren Namen.

Brauchtumspflege

Die „Kurfürsten“ treffen sich regelmäßig zu ihren Sitzungen im Elzer Backes. Im Haus der Brauchtumspflege werden natürlich auch neue Ideen geboren, wie Bastian Hoffmann erklärt. Kürzlich besuchte die Gruppe die keltischen Hügelgräber im Elz Wald unter Führung von Josef Schmitt, einem Kenner der keltischen Geschichte und Archäologie.

Quelle: NNP, 05.04.2013