Stiftung des Elzer Geschichts- und Museumsvereins anlässlich seines 25 jährigen Bestehens

2014 Denkmal Dernbacher Schwestern

2014 Denkmal Dernbacher Schwestern

Das segenreiche Wirken der Armen Dienstmägde Jesu Christi (Dernbacher Schwestern) im alten Elzer Kloster kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die ersten Schwestern kamen 1893 nach Elz und waren für die gesamte Bevölkerung eine soziale Einrichtung, die ihre Dienste in der Kranken- und Altenpflege, der Näh- und Handarbeitsschule, der Wöchnerinnen-Station und den Kindergarten einbrachten.

Einweihung

In der Feierstunde auf dem alten Elzer Friedhof hatten sich viele Menschen versammelt, um der Einweihung der Gedenkstätte beizuwohnen. Bastian Hoffmann begrüßte Provinz-Vikarin Sr. M. Patricia Stümper ADJC und Sr. M. Christiane Humpert ADJC vom Mutterhaus der Dernbacher Schwestern. Das Bläserensemble der Marienschule Limburg unter der Leitung von Christoph Pabst gestaltete die musikalische Umrahmung.
Vorsitzender Josef Schmitt stellte den Grundgedanken zur Entstehung der Gedenkstätte vor. „Unter dem Motto - Denk mal nach - will der Elzer Geschichts- und Museumsverein anlässlich seines 25 jährigen Bestehens auf die große Bedeutung der Dernbacher Schwestern in sehr armen Zeiten hinweisen und würdigen.“ Er fuhr fort, dass insbesondere drei Gründe für die Gedenkstätte ausschlaggebend seien:
Fast genau an dieser Stelle befand sich bis in die 50er Jahre die umfangreiche Grabanlage der Dernbacher Schwestern. Sie wurde leider entfernt, so dass keinerlei Spuren auf das Wirken der Schwestern erhalten blieben.

Konzept

Die Grabanlage stand architektonisch in unmittelbarer Nähe zum großen Wegkreuz und zum Kriegerdenkmal. Die Platzierung an dieser Stelle ist axial auf das Kriegerdenkmal ausgerichtet.
Die Treppe zum Denkmal wurde freigelegt und wieder durch einen Weg begehbar gemacht.
Die Ausführung der Gedenkstätte entspricht auch dem Geist der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Die bewusst schlichte Ausführung mit heimischen Materialien kam diesem Anspruch am nächsten. Die Bodenplatte ist aus Westerwälder Basaltlava und der weiße Elzer Kies ist eine Anlehnung an die Grabanlage, die früher hier stand. Hinzugekommen sind die restlichen fünf Grabkreuze vom neuen Friedhof, die jetzt wieder eine sinnvolle Zuordnung erfahren.
Aufschrift der Gedenkplatte:
„In dankbarer Erinnerung an das segensreiche Wirken der Dernbacher Schwestern in Elz von 1893 bis 1987“ mit den Zeichen Alpha und Omega und dem Christusmonogramm.“
Josef Schmitt bedankte sich herzlich bei seinem Vorstandskollegen Reinhold Schmitt, der alle Überlegungen und Entscheidungen mit hohem Aufwand und mit Rat und Tat begleitet hat. Gleicher Dank gilt auch den Mitarbeitern des Bauhofes.

Ansprachen

Bürgermeister Horst Kaiser sprach in seiner Laudatio das ehrenamtliche soziale Wirken der Dernbacher Schwestern an. „Sie waren für Elz ein Segen. Er ging insbesondere auf das Wirken der Schwestern Onesima, Ludwiga und Gabriele ein und schilderte deren ehrenamtliches Engagement in schwierigen Zeiten zwischen zwei Weltkriegen.
Die Einweihung der Gedenkstätte wurde von Dompfarrer i.R. Norbert Lixenfeld und Diakon Heinz-Georg Muth vorgenommen.
In anerkennenden Worten bedankte sich die Provinz-Vikarin Sr. M. Patricia für die würdevolle Gedenkstätte und sprach insbesondere dem Geschichts- und Museumsverein ein Lob aus.

Der stellvertretende Schulleiter der Marienschule Limburg, Dr. Hans Paul Breunig sprach ebenfalls ein Grußwort, das er als Elzer Zeitzeuge darstellte.
(Willibald Schenk)

Quelle: Brücke der Hoffnung, Zeitschrift der Armen Dienstmägde Jesu Christi, Deutsche Provinz, Nr. 90, April 2015.