Die Elzer Johanneskapelle wird in der Corona-Zeit renoviert

Der Patronatstag findet wie im Vorjahr auf dem Elzer Hirtenplatz statt

Elz.  Der Elzer Gehannsdoag am 24. Juni kann auch in diesem Jahr wegen der Pandemie  nicht an der Elzer Johanneskapelle gefeiert werden. Die Liebe der Elzer zur Johanneskapelle hat eine sehr lange Tradition und eine große Bedeutung, die in vielerlei Feierlichkeiten ihren Ausdruck findet. Auch das traditionelle Johannesfeuer muss auf das nächste Jahr verschoben werden.

Der Elzer Geschichts- und Museumsverein hat die Coronazeit genutzt, um die Elzer Johanneskapelle umfangreich zu renovieren. Hierzu hat der Verein  sich bei dem LEADER Programm der Wirtschaftsförderung Limburg – Weilburg erfolgreich beworben. Das Förderprogramm in Höhe von 20.000.— EURO wurde für die Erneuerung des schadhaften Fußbodens verwandt. Hierzu wurde nach dem Aushub des Fußbodens die Auskofferung durch Isoliermaterial und den Einbau des Estrichs und  die Verlegung der handgefertigten historischen Keramikplatten vorgenommen.

 

Mitglieder des Elzer Geschichtsvereins spendeten spontan über 10.000.-- EURO

Die Geschichte der Elzer Johanneskapelle ist von alters her von einem starken Mäzenatentum geprägt. Dies beweist  der Neubau der Kapelle vor 130 Jahren mit einer Spende von 6000.—Goldmark durch die  Elzer Familie Johann Faust. Vorsitzender Josef Schmitt und der Vorstand zeigten sich stark berührt von der Tatsache, dass ein spontaner Aufruf bei den Mitgliedern über 10.000.--€ Spenden ergaben. Zusammen mit der finanziellen Förderung  durch den Verein in Höhe von 7.000.-- € sowie der Wirtschaftsförderung von 20.000.-- € ergibt dies ein Investitionsvolumen von 37.000.-- € des Geschichtsvereins für die Elzer Johanneskapelle, die sich im Eigentum der Gemeinde Elz befindet.

Die tatsächlichen  Renovierungskosten konnten aber nur bewältigt werden, weil durch die tatkräftige ehrenamtliche Hilfe von Elzer Handwerkern die hohen Investitionskosten geschultert werden konnten. Unter der fachmännischen Leitung von Restaurator und Ehrenmitglied Josef Weimer wurden die Arbeiten ausgeführt. Die kompletten Verlegearbeiten des historischen Fußbodens übernahm ehrenamtlich  Richard Schenk, der als gelernter Steinmetz auch die Aufpolierung des Marmoraltars aus rotem Unica-Marmor übernahm. Die kostenlose Ausführung der Innenmalerei der Kapelle übernahm der Elzer Malermeister Uwe Müller, der auch die Vorhalle der Kapelle dem neuen Anstrich anpasste. Josef Schmitt bedankte sich ganz besonders für die wertvolle und engagierte Unterstützung durch Thomas Schmitt vom Bauamt der Gemeinde Elz.

Stärkere Nutzung der Kapelle

Nach Beendigung der Renovierungsmaßnahmen ist geplant, die Kapelle mit qualitätsvollen Skulpturen auszustatten, die der Verein durch eine großherzige  Stiftung einer Elzer  Familie  erfahren hat. Mit dieser Maßnahme erfährt das Bauwerk des Diözesanbaumeisters Max Meckel, der die Kapelle im neugotischen Stil gestaltete eine starke Aufwertung. Es wäre zu wünschen, dass die Kapelle in Zukunft noch stärker genutzt werden kann. Zum Beispiel für Taufen und Hochzeiten sowie durch die Nutzung anderer christlicher Gemeinschaften.