Gemeindearchiv – Ein Fundus der Elzer Geschichte

Otto Purtauf leitet seit fast 25 Jahren das Archiv mit den unterschiedlichen Abteilungen.

Alle vorhandenen und neu hinzukommende Materialien werden von ihm akribisch katalogisiert und eingeordnet. Durch seine Arbeit ist der Archivbestand stark angewachsen und enthält eine Fülle von Unterlagen, die darauf warten, gesichtet und ausgewertet zu werden. Seine genaue Kenntnis der Dokumente und ihrer Fundorte ist für Heimatforscher und für jeden historisch interessierten Besucher sehr hilfreich.

Der Bestand des Gemeindearchivs

Eine vollständige Auflistung des Gemeindearchivbestandes würde den Rahmen dieser Darstellung sprengen. Aber einige Stichworte machen deutlich, welche Materialien im Gemeindearchiv zu finden sind. Sie geben Auskunft über viele Details der Elzer Geschichte.

Die vorhandenen offiziellen Dokumente lassen sich weitgehend den folgenden Epochen zuordnen:

  • Herzogtum Nassau (1806 - 1866)
  • Norddeutscher Bund - Preußen (1866 - 1871)
  • Kaiserreich - Preußen (1871 - 1919)
  • Weimarer Republik (1919 - 1933)
  • Nationalsozialistische Zeit (1933 - 1945)
  • Alliierte Hohe Kommission (1949 - 1955)
  • Bundesrepublik Deutschland - Land Hessen (ab 1949)

Aus allen Epochen sind die folgenden Unterlagen fast vollständig vorhanden und einsehbar, sofern dies den Datenschutzrichtlinien entspricht:

  • Akten des Standesamts
    (Eheregister, Geburtsregister, Sterberegister)
  • Amtsblätter, Ministerialblätter
  • Hauptbücher über die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde Elz
  • Rechnungsbelege der Gemeinde Elz (1820 - 1950)
  • Bauaktivitäten und Baugenehmigungen
Besondere Materialien

Aus der Nassauischen Zeit sind darüber hinaus die Stockbücher, Hypothekenbücher und das Nassauische Circularbuch von 1844 verfügbar. Das erste Brandkataster, Zehnten- und Güldelisten (1880 - 1889), Feld- und Ortsberingkarten sowie Besitznachweise stammen aus der Kaiserzeit. Wie in der Zeit des Nationalsozialismus Einfluss auf die Dorfpolitik und das Leben in einem Dorf wie Elz genommen wurde, lässt sich an der Sammlung von Druckwerken aus dieser Zeit ermessen.
Am umfangreichsten ist naturgemäß das Material aus der Zeit nach 1949. Es reicht von Presseberichten über Elz, die jetzige Vereinsmitglieder schon vor der Gründung unseres Vereins sammelten, bis zur vollständigen Liste der Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen.
Für die genannten Unterlagen interessieren sich vor allem Heimatforscher, die die Details und Zusammenhänge der Dorfgeschichte untersuchen wollen. Wenn man allerdings eher den Blick auf Anekdoten, Geschichten und Bilder richtet, bietet die Sammlung alter Fotografien einen großen Fundus.

Die Sammlung alter Dorfansichten

Die beiden Fotografien zeigen das damalige Elz von den Standpunkten Schnatzeberg und Fleckeberg aus gesehen.
Wäre es nicht spannend, den Zeitraum sicher einzugrenzen, wann die Fotos entstanden sein müssen und durch die hergestellten Querverbindungen mehr über die Geschichte unseres Dorfes zu lernen?

Dorfansicht vom Schnatzeberg

Dorfansicht vom Schnatzeberg

Dorfansicht vom Fleckeberg

Dorfansicht vom Fleckeberg

In der folgenden Galerie finden Sie weitere Reproduktionen von Bildern aus dem Archiv.
Auch hierbei lassen sich ähnliche Überlegungen anstellen:
Aus welcher Zeit stammen sie?
Welche Gebäude sind zu erkennen?
Wie sieht es heute dort aus?
Was ist verloren gegangen?
Wer solchen Fragen nachgehen möchte, ist herzlich eingeladen zum "Platt schwätze äm Backes".